Natürlich hatte ich schon von dem Konzept der „Gartenstadt“ gehört und in Essen schon die Margarethenhöhe besucht, von der ich jetzt weiß, dass sie keine Gartenstadt im Sinne des ursprünglichen Konzeptes ist. Für Ebenezer Howard, der 1898 die Idee in England entwickelt hat, gehörte der Genossenschaftsgedanke zum Projekt dazu. Im Gegensatz zur Margarethenhöhe in Essen ist die Gartenstadt „Am Schmalen Rain“ in Gotha eine Genossenschaft, die Wohnungsbaugenossenschaft der Eisenbahner e.V. Gotha. Sie kaufte vor etwa 100 Jahren das Grundstück, auf dem sich die Gartenstadt heute noch befindet. Auch wenn sie in den letzten Jahren restauriert wurde, ist sie weitgehend im Ursprungszustand erhalten. Bereits 1972 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Erbaut wurde sie von drei Architekten, davon Bruno Tamme (1885–1964) und Richard Neuland (1884–1958), die an der Gothaer Bauschule ausgebildet wurden. Ich finde, ihr Projekt ist gelungen, sollte ich je nach Gotha ziehen, würde ich versuchen, dort eine Wohnung zu bekommen. 🙂 Die Häuser sind hufeisenförmig angeordnet, in der Mitte befindet sich ein Platz mit Spielgeräten und Raum für Gemeinschaftsaktivitäten. Aber schaut selbst:

Information der GWG der Eisenbahner eG Gotha über die Gartenstadt